Posts Tagged ‘AskorbinsäUre’

Schweinegrippe und Vitamin C

Donnerstag, Juni 18th, 2009

Wir sehen gegenwärtig einen langsamen aber stetigen Zuwachs an Schweinegrippe Erkrankungen. Vor wenigen Tagen wurde Schweinegrippe zur Pandemie erklärt und die Anzahl von 200 bestätigten Erkrankungen in Deutschland überschritten.
Es gehört wenig Hellsichtigkeit dazu – auch vor dem Hintergrund des ökonomischen Krisenszenarios – die weitere Ausbreitung der Pandemie zu prognostizieren.
Glücklicherweise scheint die überwältigende Mehrheit der Fälle relativ glimpflich zu verlaufen. Das kann sich jedoch ändern.

Insofern scheint es durchaus ratsam, sich bereits jetzt mit aussichtsreichen Therapieoptionen zu befassen.
In diesem Zusammenhang möchte ich auf die Publikationen eines amerikanischen Arztes namens Frederick Robert Klenner hinweisen, der von 1948 bis 1971 in 28 Publikationen über seine Erfahrungen in der Behandlung verschiedener Erkrankungen u.a. von Poliomyelitis („Kinderlähmung“, auch eine Viruserkrankung) mitttels Hochdosis-Vitamin-C-Therapie berichtet hat.
Kurz zusammengefaßt, konnten unter seiner Behandlung alle 60 Fälle von Polio, die behandelt wurden, vollständig geheilt werden – kamen also ohne Lähmungen davon.
„The Treatment of Poliomyelitis and Other Virus Diseases with Vitamin C“, Fred R. Klenner, M.D., Reidsville, North Carolina
Dabei kamen Infusionen von Sodium-Ascorbat (pH-neutrales Vitamin C, Askorbinsäure) in Dosierungen von bis zu 300g/Tag zur Anwendung. Das ist kein Schreibfehler: 300 Gramm, nicht 300 Milligramm.
Durchschnittlich gab er 350-700mg pro kg Körpergewicht, also einem 80 kg schweren Mann z.B. 28 bis 56 Gramm pro Tag, bei einer sehr schweren Problematik aber bis zu 300 Gramm.
Neben Poliomyelitis behandelte er auch Virus-Pneumonien, Mumps, Masern, Enzephalitis, Windpocken mit Erfolg mit Vitamin C.
Details können hier auf Englisch eingesehen werden:
http://www.seanet.com/~alexs/ascorbate/194x/klenner-fr-southern_med_surg-1949-v111-n7-p209.htm
Über Klenner selbst: http://en.wikipedia.org/wiki/Fred_R._Klenner

Ich will einen Aspekt der Vorbeugung herausgreifen:
Immer wieder wird kolportiert, Vitamin C sei zur Vorbeugung von Virusinfektionen brauchbar.
Abgesehen davon, dass es eben nicht nur vorbeugend, sondern vor allem auch kurativ eingesetzt werden sollte, erhebt sich doch aus der Vorbeugeempfehlung die wichtige Frage:

Schweinegrippe, wieviel Vitamin C zur Vorbeugung?

Ich zitiere aus seiner oben genannten Publikation:
„Während einer Masern Epidemie wurde Vitamin C vorbeugend angewendet und all jene, die 1000mg alle 6 Std. intravenös oder intramuskulär erhielten, waren damit geschützt. Oral gegeben, 1000mg in Fruchtsaft alle 2 Std. war nicht vorbeugend wirksam außer es wurde auf diese Weise rund um die Uhr eingenommen (also auch nachts, Anm. von Dr. Rösner). Darüberhinaus wurde festgestellt, dass 1000mg oral 4-6-mal täglich die Erkrankung mit Koplik’schen Flecken und Fieber erscheinen ließ, was jedoch unter 12-maliger Gabe von 1000mg per os im 24-Std-Zeitraum nach 2 Tagen zum Abklingen aller Symptome führte. Wenn die Gaben dann sogleich auf 3-4 pro Tag reduziert wurden, kamen Koplik’sche Flecken, Konjunktivitis und Fieber zurück“

Letzteres soll besagen, daß die Behandlung zunächst einige Tage in Hochdosis fortzuführen ist, damit es nicht zum Rückfall kommt. Wichtig in diesem Zusammenhang – Vorbeugung eventuell gegen Schweinegrippe, wenn diese ernstere klinische Verläufe haben sollte – ist die Feststellung, dass eine Vitamin C Menge, wie sie im Allgemeinen bereits als sehr hoch bezeichnet wird (z.B. 4-6 Gramm über den Tag verteilt, nachts ausgelassen) nichts Entscheidendes bewirkt!
Nur wenn die Gramm-Mengen gleichmäßig über 24h verteilt alle 2 Std. auch nachts gegeben werden, wird die Erkrankung verhindert. Ich setzte dabei vorraus, daß sich die Schweinegrippe nicht wesentlich anders verhalten wird als Masern, die im Allgemeinen komplizierter sind als die bisher bekannten Schweinegrippefälle.

Daraus wird klar, dass sich diese Art der Vorbeugung relativ aufwändig gestaltet und praktisch schwer durchführbar sein wird. Solange die Schweinegrippe so harmlos ist wie bisher wäre das kaum als generelle Empfehlung zu rechtfertigen. Falls sich die Sachlage ändert, müßte man darüber noch einmal nachdenken.

Aber immerhin: Angesichts noch fehlender Impstoffe und dann auch zweifelhafter Wirkung einer Impfung ist die Hochdosis-Vitamin-C-Einnahme eine vermutlich wirksame Alternative für Personen, die die Disziplin und Motivation dafür aufbringen.
Die Therapieoption dürfte jedoch bereits jetzt hochinteressant sein, denn ernste Fälle gibt es ja sicher auch schon heute, die den Aufwand einer Infusions- oder Injektionstherapie unter stationären Bedingungen rechtfertigen.

Das gilt natürlich nicht nur für Schweinegrippe, sondern auch für z.B. Dengue-Fieber Brasilien u.ä.

Irwin Stone – Vitamin C ist kein Vitamin

Donnerstag, Mai 21st, 2009

Nach 40 Jahren Forschung kam ein Naturwissenschaftler namens Irwin Stone zu der Erkenntnis, dass eine Genmutation uns Primaten (Menschen und Affen) mit einem metabolischen Defekt zurückließ. Dieser Defekt ist unsere Unfähigkeit, in unserem Stoffwechsel Zucker in Askorbinsäure, heute auch als Vitamin C bezeichnet, umzuwandeln.

Alle anderen Tiere erzeugen täglich relativ viel Askorbinsäure, meist in einer Größenordnung, die auf unser Gewicht bezogen mindestens 2-4g/Tag entspricht, in Phasen von Erkrankung oder Stress auch wesentlich mehr. Nur Primaten, Meerschweinchen und Fledermäuse können dies aufgrund eines Gendefektes nicht.

Seine Kernthese war: Indem wir relativ wenig Askorbinsäure mit unserer Nahrung aufnehmen und Vitamin C als Vitamin mit relativ geringen „empfohlenen Tagesmengen“ (100mg pro Tag laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung) geführt wird, leben wir in einem Zustand chronischer, sub-klinischer Skorbut. In einem Mangelzustand also, dessen Symptome und Zeichen fälschlicherweise bis dahin nicht in korrekten Zusammenhang mit Askorbinsäuremangel gebracht wurden, sondern als eine Anzahl verschiedener anderer Leiden, Degenerationszeichen und Krankheiten angesehen werden.

Dazu zählen:
Alterungsphänomene allgemein, Allergien, Asthma, Arthritis, Krebs, Erkältungen, Diabetes & Unterzuckerung, Augenprobleme, Herzkrankheiten, Schlaganfälle, Nieren- und Blasenprobleme, Geisteskrankheiten, Stress Syndrome, Vergiftungen, Geschwüre, Viruskrankheiten, Wundheilungsprobleme, Schockfolgen

Alle diese Erscheinungen sind nach seiner Auffassung Ergebnis eines relativen Mangels an Vitamin C (Askorbinsäure) und könnten durch höhere Askorbinsäurezufuhr vermieden und geheilt werden. Für ihn ist Vitamin C kein Vitamin, sondern ein essentiell wichtiger Metabolit.

Letzteres ist vielleicht eher ein Streit um Worte, denn Vitamine sind ja essentiell wichtige Metaboliten, aber ich denke, er wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass die Askorbinsäure unter den Vitaminen eine Sonderstellung einnimmt.

Aber wer war dieser Irwin Stone? Warum ist seine Auffassung überhaupt relevant?

Seinem Buch „The healing Factor“ ist ein Vorwort zweier Nobelpreisträger vorangestellt: Linus Pauling und Albert Szent-Gyorgyi.

Albert Szent-Gyorgyi erhielt 1937 den Nobelpreis für Medizin für Forschungen auf dem Feld der Askorbinsäure.
Er schreibt in seinem Vorwort u.a.: „.. Ich hatte immer das Gefühl, dass es (Vitamin C, Anm. Dr. Rösner) nicht genügend eingesetzt wurde, um die menschliche Gesundheit zu unterstützen …. Die Berufsmedizin nahm eine enge und falsche Perspektive ein … Ich glaube, die Menschheit schuldet Irwin Stone großen Dank dafür, dass er das Problem im Bewußtsein gehalten hat und Linus Pauling an die Sache herangeführt hat…“

Linus Pauling erhielt 1954 den Nobelpreis für Chemie, sowie 1962 den Friedensnobelpreis für sein Engagement gegen Kernwaffenversuche.
Er schreibt in seinem Vorwort: „… Möglicherweise erhalten die meisten Menschen nur 1-2% der Menge Askorbinsäure, die erforderlich wäre, um sie bei optimaler Gesundheit zu halten…“
Linus Pauling gehört mit Albert Einstein zu den beiden einzigen Forschern des 20sten Jahrhunderts, die von der Zeitschrift ‚New Scientist‘ in die Liga der 20 wichtigsten Wissenschaftler aller Zeiten gewählt wurden. Sein Wirken war erstaunlich vielseitig und zu großen Teilen dem menschlichen Stoffwechsel gewidmet. Er begründete die sogenannte orthomolekulare Medizin und unterstützte Vitamin-C-Hochdosis-Therapien.

Ich führe diese Dinge deshalb hier aus, um zu klarzustellen, dass die Unterstützer der These von der Wichtigkeit erheblich höherer Mengen Askorbinsäure als im Moment offiziell empfohlen wird, nicht „auf der Brennsuppe“ daherschwimmen, sondern Formate haben, die den Gegenern dieser Auffassung fehlen.

Man nehme also beispielweise nicht Schmalspurpublikationen von Jungprofessoren, die sich gerade für Aufgaben der Pharmaindustrie „qualifizieren“ möchten, um die Urteile von Forschungsgiganten wie Pauling oder Szent-Gyorgyi anzugreifen.

Wer war Irwin Stone?
Stone war Biochemiker und Chemie-Ingenieur und publizierte „The healing Factor“ 1972.
Er kooperierte mit dem Arzt Fred R. Klenner in der Erforschung der klinischen Wirkung hoher Gaben von Askorbinsäure bei verschiedenen Erkrankungen.

In „The healing Factor“ stellt er zunächst dar, daß alle Säugetiere, mit den oben erwähnten Ausnahmen, in der Leber aus Glukose (Zucker) in einem mehrstufigen Prozess Askorbinsäure produzieren. Der Mensch kann dies nicht, weil bei ihm das Enzym L-Gulonolacton-Oxidase nicht aktiv ist. Es handelt sich hierbei um die Folgen eines Gendefekts, der sich vor mehreren Millionen Jahren ereignet haben muß und folglich nicht nur den Menschen betrifft, sondern auch andere Primaten.
Stone stellt daher die Hypoascorbemie (chronischen Askorbinsäuremangel) in eine Reihe mit anderen Gendefekten, die zu stoffwechselrelevanten Enzymdefekten führen, wie z.B. Phenylkentonurie, Alkaptonurie, Cystinurie, Pentosurie und Galaktosämie. Der einzige Unterschied ist der, dass letztere als Stoffwechselerkrankungen nur wenige Individuen der Art ‚Mensch‘ betreffen, während die Hypascorbemie ein generelles Menschheitsphänomen ist.

Warum hat die Natur, wenn man sie sich als sinnorientiertes Wesen denken will, den Menschen und andere Primaten mit diesem Gendefekt ausgestattet?

Nun, zunächst sei betont, dass dieses Phänomen ein Faktum ist. Ob wir es einleuchtend erklären können oder nicht – Tatsache bleibt Tatsache.

Die von Stone und Pauling bemühte Erklärung, dass es vor vielen Millionen Jahren eine Zeit gegeben haben müsse, in der Askorbinsäure in so großen Mengen mit der Nahrung aufgenommen werden konnte, dass es praktisch gar keinen Nachteil gab, mit der Eigenproduktion aufzuhören – ja sogar einen Vorteil, indem die für die Eigensynthese erforderliche Energie auf andere Dinge gerichtet werden konnte, überzeugt mich, offen gesagt, überhaupt nicht.
Warum haben dann nicht auch Hirsche, Rinder, Pferde und Ratten mit der Eigenproduktion aufgehört? Und worin konkret besteht der „Überlebensvorteil“, den die Primaten gegenüber den anderen Säugetieren hatten und v.a. auch gegenüber dem Teil ihrer Population, der dieser Genmutation nicht unterlag, weiter seine eigene Askorbinsäure in der Leber produzierte und dann – dieser Theorie nach – ausstarb?

Hat der Gendefekt und die damit verbundene Ökonomisierung erst die Weiterentwicklung des Gehirns ermöglicht? Das wäre so ziemlich die einzige Begründung, die ich mir als plausibel vorstellen könnte (zumindest, wenn ich ein leistungsfähigeres Gehirn als Überlebensvorteil anerkennen will). Allerdings fehlt meines Wissens für die Postulierung eines solchen Zusammenhangs bisher jede Grundlage in Form von Forschungsergebnissen.

Wir dürfen jedoch nicht vergessen, dass ohnehin bisher nur äußerst wenig über die Gründe für die Gehirnentwicklung der Primaten und v.a. des Menschen bekannt ist. Und nochmals sei daran erinnert, dass man Tatsachen als Tatsachen zu akzeptieren hat, gleichgültig, ob man im Moment bereits eine plausible Theorie für ihre Begründung entwickelt hat oder nicht. Tatsachen benötigen keine Theorie. Der Gendefekt, der uns die Umwandlung von Zucker in Askorbinsäure in unserer Leber verwehrt, ist eine Tatsache. Ich denke, es ergibt sich in der Praxis kein großer Schaden, wenn man konzediert, diese Genmutation in ihrer Sinnhaftigkeit im Moment nicht zu verstehen.

Die einzige verbleibende Frage mit praktischer Relevanz an diesem Punkt lautet doch: Ist Askorbinsäure wirklich so wichtig für unseren Stoffwechsel wie es die alten Kämpfer für die Hochdosisvitamintherapie Stone, Pauling, Klenner, Hoffer sowie ihre Nachfolger darstellen? Lohnt es sich also, „Mutter Natur“ an diesem Punkt ausnahmsweise zu überstimmen und die Menschheit mit Askorbinsäure zu füttern?

Es spricht Schwerwiegendes dafür.

(Fortsetzung folgt)

Zur Sache: Vitamin C

Samstag, April 18th, 2009

Wer will heute noch etwas von und über Vitamin C lesen?

Ist nicht längst geklärt und bekannt, daß Askorbinsäure (Vitamin C) in seiner Wirkung nicht besonders spektakulär ist, ein Langweiler, eine Geschichte aus den 70er und 80er Jahren? Sind nicht Untersuchungen vorhanden, die zeigen, daß Vitamin C sogar schädlich sein kann, Nierensteine und Genschäden hervorrufen kann?

Abgehakt und zur Tagesordnung übergegangen …

Was wäre aber, wenn

  • hinter diesem altbackenen Vitamin C die Geschichte eines Gendefekts steckte, der uns zum Deppen einer „Krankheitsindustrie“ zu machen droht?
  • es massenweise Publikationen gäbe, die einen ungeheuerlichen Skandal, ein sog. cover-up, offenbaren?
  • man in 100 Jahren über die Beschränktkeit heutiger Wissenschaftler genauso schmunzeln würde wie über diejenigen, die Ende des 19. Jahrhunderts „bewiesen“, daß ein Flugzeug, das schwerer als Luft ist, nie fliegen könne (und wenn, dann die Passagiere mit wissenschaftlicher Sicherheit sterben müßten)?

Lieber Besucher, was wäre, wenn der Mensch mit seiner heutigen genetischen Ausstattung 150 Jahre in bester Gesundheit erreichen könnte, wenn er nur endlich vollständig verstünde, wie wichtig Askorbinsäure für ihn ist?

Es steht Ihnen spannende Lektüre bevor!

Über Askorbinsäure, über den Gendefekt, der uns zu Abhängigen dieser Substanz macht, auch Vitamin C deshalb genannt. Über die Killer dieser Menschheit – Gefäßverengung und Krebs – und wie diese Gebrechen Karriere machen konnten, obwohl die Ernährungslage der Menschheit so gut ist wie selten zuvor.

So reisserisch wie diese Zeilen vielleicht wirken, so nüchtern sind auf der anderen Seite die Tatsachen – und die sollen hier sprechen. Es gibt viel und wirklich Sensationelles zu berichten, über Vitamin C – Askorbinsäure !


Facebook Auto Publish Powered By : XYZScripts.com