Archive for the ‘Aktuelles’ Category

Vitamin C Mangel verschärft Asthmaanfälle

Freitag, Juli 24th, 2009

Lexisnexis titelt am 21.7.2009: „Vitamine lindern Asthma“

Zwei neuere wissenschaftliche Untersuchungen haben offenbar ergeben, dass Asthmatiker, die labortechnisch nachweisbaren Mangel an Vitamin C, Vitamin A und Folsäure haben, häufiger schwere Asthmaanfälle erleiden als diejenigen Asthmatiker, bei denen diese Laborparameter im Normbereich liegen.

Es scheint eine Art Konsens unter online Journalisten zu geben, jede solche Meldung, die den erziehungsbedürftigen (Achtung Ironie!) Leser zu der (richtigen) Schlußfolgerung verleiten könnte, Vitamine einzunehmen sei gar keine so schlechte Idee, sofort auf die offiziell vorgegebene Spur zurück zu beordern.

Ergo lesen wir dort, dass Vitaminpräparate keineswegs erforderlich seien – oh nein – statt dessen sollten sich Asthmatiker ausgeglichen ernähren: Vitamin C aus Orangen, Paprika, Brokkoli oder Rosenkohl; Vitamin A aus Leber, Karotten und Grünkohl und Folsäure aus Bohnen, Nüssen und grünem Blattgemüse wie Spinat konsumieren.

Das ist sicher sehr schön und absolut empfehlenswert, wird jedoch in wenigen Fällen hinreichen, wirklich entscheidende Verbesserungen im Zustand von Asthmatikern zu erreichen.
Warum zieht man aus solch einem Forschungsergebnis nicht einen sehr naheliegenden Schluß?

Wahrscheinlich kann man den Zustand tausender Asthmatiker entscheidend verbessern, wenn man Ihnen ein sehr gutes Multivitamin-Präparat mit reichlich Vitamin C, A und Folsäure und anderen Vitalstoffen empfiehlt !?

Aber sicher – so weit muß ein skeptischer Forscher ja noch gar nicht gehen. Es wäre ja schon viel gewonnen, für die Betroffenen, wenn man sich wenigstens zu einer sauberen wissenschaftlichen Studie herabließe, um solch eine zunächst sicher unbelegte These zu testen.

Wer einmal Asthmatiker im Status asthmaticus nahe am Erstickungstod gesehen hat, fragt sich unwillkürlich, ob die Herren Forscher eigentlich meinen, bereits alles zu wissen. Sind die gegenwärtigen Standardmedikationen so großartig, dass es nicht nötig ist, neuen Hinweisen und Wegen nachzugehen?

Sicher nicht.
Vitamin C Hochdosisgaben und andere Vitalstoffanwendungen bleiben somit zunächst eine marginalisierte Insider-Methode. Die Universitäten werden ihrem Forschungsauftrag nicht gerecht, der im Dienste der Allgemeinheit stehen sollte. Man bevorzugt „gesponserte Forschungen“, die primär anderen Elementen nutzen.

Lassen Sie sich nicht von den Gebetsmühlen der gehirngewaschenen Journalie irreführen. Der Nutzen für die BETROFFENEN ist sicher nicht der primäre Fokus solcher Artikel.

Zusammenfassung:
Im Unterschied zum Autor des Artikels in lexisnexis.de komme ich zu der Schlußfolgerung, dass es für jeden Asthmatiker bis zum Beweis des Gegenteils empfehlenswert ist, erhebliche Mengen Vitamin C, auch Askorbinsäure genannt, täglich zu sich zu nehmen und zwar als Nahrungsergänzung, denn nur ein Träumer kann annehmen, dass die hierfür erforderlichen Mengen (mind. 4-8 Gramm Vitamin C täglich) via Paprika u.ä. zuführbar seien.
Angesichts der lebensgefährlichen Natur von Asthma wäre es unverantwortlich, mit einer solchen Empfehlung abzuwarten, bis sich deutsche Universitäten zu Forschungen aufraffen. Die Datenlage spricht bereits jetzt für die Empfehlung, Asthmatikern hohe Mengen an Vitamin C, sowie andere Vitamine zu verabreichen.

Quelle: Lexisnexis am 21.7.2009 „Vitamine lindern Asthma

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    Schweinegrippe und Vitamin C

    Donnerstag, Juni 18th, 2009

    Wir sehen gegenwärtig einen langsamen aber stetigen Zuwachs an Schweinegrippe Erkrankungen. Vor wenigen Tagen wurde Schweinegrippe zur Pandemie erklärt und die Anzahl von 200 bestätigten Erkrankungen in Deutschland überschritten.
    Es gehört wenig Hellsichtigkeit dazu – auch vor dem Hintergrund des ökonomischen Krisenszenarios – die weitere Ausbreitung der Pandemie zu prognostizieren.
    Glücklicherweise scheint die überwältigende Mehrheit der Fälle relativ glimpflich zu verlaufen. Das kann sich jedoch ändern.

    Insofern scheint es durchaus ratsam, sich bereits jetzt mit aussichtsreichen Therapieoptionen zu befassen.
    In diesem Zusammenhang möchte ich auf die Publikationen eines amerikanischen Arztes namens Frederick Robert Klenner hinweisen, der von 1948 bis 1971 in 28 Publikationen über seine Erfahrungen in der Behandlung verschiedener Erkrankungen u.a. von Poliomyelitis („Kinderlähmung“, auch eine Viruserkrankung) mitttels Hochdosis-Vitamin-C-Therapie berichtet hat.
    Kurz zusammengefaßt, konnten unter seiner Behandlung alle 60 Fälle von Polio, die behandelt wurden, vollständig geheilt werden – kamen also ohne Lähmungen davon.
    „The Treatment of Poliomyelitis and Other Virus Diseases with Vitamin C“, Fred R. Klenner, M.D., Reidsville, North Carolina
    Dabei kamen Infusionen von Sodium-Ascorbat (pH-neutrales Vitamin C, Askorbinsäure) in Dosierungen von bis zu 300g/Tag zur Anwendung. Das ist kein Schreibfehler: 300 Gramm, nicht 300 Milligramm.
    Durchschnittlich gab er 350-700mg pro kg Körpergewicht, also einem 80 kg schweren Mann z.B. 28 bis 56 Gramm pro Tag, bei einer sehr schweren Problematik aber bis zu 300 Gramm.
    Neben Poliomyelitis behandelte er auch Virus-Pneumonien, Mumps, Masern, Enzephalitis, Windpocken mit Erfolg mit Vitamin C.
    Details können hier auf Englisch eingesehen werden:
    http://www.seanet.com/~alexs/ascorbate/194x/klenner-fr-southern_med_surg-1949-v111-n7-p209.htm
    Über Klenner selbst: http://en.wikipedia.org/wiki/Fred_R._Klenner

    Ich will einen Aspekt der Vorbeugung herausgreifen:
    Immer wieder wird kolportiert, Vitamin C sei zur Vorbeugung von Virusinfektionen brauchbar.
    Abgesehen davon, dass es eben nicht nur vorbeugend, sondern vor allem auch kurativ eingesetzt werden sollte, erhebt sich doch aus der Vorbeugeempfehlung die wichtige Frage:

    Schweinegrippe, wieviel Vitamin C zur Vorbeugung?

    Ich zitiere aus seiner oben genannten Publikation:
    „Während einer Masern Epidemie wurde Vitamin C vorbeugend angewendet und all jene, die 1000mg alle 6 Std. intravenös oder intramuskulär erhielten, waren damit geschützt. Oral gegeben, 1000mg in Fruchtsaft alle 2 Std. war nicht vorbeugend wirksam außer es wurde auf diese Weise rund um die Uhr eingenommen (also auch nachts, Anm. von Dr. Rösner). Darüberhinaus wurde festgestellt, dass 1000mg oral 4-6-mal täglich die Erkrankung mit Koplik’schen Flecken und Fieber erscheinen ließ, was jedoch unter 12-maliger Gabe von 1000mg per os im 24-Std-Zeitraum nach 2 Tagen zum Abklingen aller Symptome führte. Wenn die Gaben dann sogleich auf 3-4 pro Tag reduziert wurden, kamen Koplik’sche Flecken, Konjunktivitis und Fieber zurück“

    Letzteres soll besagen, daß die Behandlung zunächst einige Tage in Hochdosis fortzuführen ist, damit es nicht zum Rückfall kommt. Wichtig in diesem Zusammenhang – Vorbeugung eventuell gegen Schweinegrippe, wenn diese ernstere klinische Verläufe haben sollte – ist die Feststellung, dass eine Vitamin C Menge, wie sie im Allgemeinen bereits als sehr hoch bezeichnet wird (z.B. 4-6 Gramm über den Tag verteilt, nachts ausgelassen) nichts Entscheidendes bewirkt!
    Nur wenn die Gramm-Mengen gleichmäßig über 24h verteilt alle 2 Std. auch nachts gegeben werden, wird die Erkrankung verhindert. Ich setzte dabei vorraus, daß sich die Schweinegrippe nicht wesentlich anders verhalten wird als Masern, die im Allgemeinen komplizierter sind als die bisher bekannten Schweinegrippefälle.

    Daraus wird klar, dass sich diese Art der Vorbeugung relativ aufwändig gestaltet und praktisch schwer durchführbar sein wird. Solange die Schweinegrippe so harmlos ist wie bisher wäre das kaum als generelle Empfehlung zu rechtfertigen. Falls sich die Sachlage ändert, müßte man darüber noch einmal nachdenken.

    Aber immerhin: Angesichts noch fehlender Impstoffe und dann auch zweifelhafter Wirkung einer Impfung ist die Hochdosis-Vitamin-C-Einnahme eine vermutlich wirksame Alternative für Personen, die die Disziplin und Motivation dafür aufbringen.
    Die Therapieoption dürfte jedoch bereits jetzt hochinteressant sein, denn ernste Fälle gibt es ja sicher auch schon heute, die den Aufwand einer Infusions- oder Injektionstherapie unter stationären Bedingungen rechtfertigen.

    Das gilt natürlich nicht nur für Schweinegrippe, sondern auch für z.B. Dengue-Fieber Brasilien u.ä.

    Vitamin C macht Nierensteine …

    Mittwoch, Mai 20th, 2009

    … und Flugzeuge, die schwerer sind als Luft, können nicht fliegen.

    Zu den beliebtesten Strategien, die Lebenserwartung der Bevölkerung nicht unangemessen steigen zu lassen und gleichzeitig die Morbidität zu erhöhen, um den steten Strom von Patienten in Arztpraxen und Kliniken nie abreissen zu lassen, gehört die Erfindung „schädlicher Wirkungen“ von Vitaminen, v.a. des Vitamin C, dem man wegen seiner Wasserlöslichkeit und fehlenden Toxizität nur schwer Schädlichkeit andichten kann und das so gefährlich billig überall erhältlich ist.

    Nur häufige Wiederholung der immer gleichen Lügen ermöglicht schließlich die Gehirnwäsche der Öffentlichkeit.
    Nachdem, wie kürzlich berichtet, mit der Ristow’schen These „Vitamin C macht Diabetes“ ein neues Spielfeld dieser Art eröffnet wurde – auf der Basis dürftigster Daten gepaart mit jugendlich leichtsinnigen Gedankensprüngen – lohnt sich der Blick auf eine ältere Lüge, die mittels gebetsmühlenartiger Wiederholung bereits schon allgemein geglaubt wird und im Internet die Foren der Ahnungslosen dominiert:

    Vitamin C macht Nierensteine

    Spielt es da noch eine Rolle, dass die Harvard Medical School im Journal of the American Society of Nephrology 1999 über eine 14 Jahre (!) geführte Studie an 85557 Frauen berichtet, nach der diejenigen unter täglicher Einnahme von 1500mg Askorbinsäure nicht häufiger Nierensteine entwickelten als diejenigen, die weniger 250mg Vitamin C täglich zu sich nahmen?
    Lustig, dass dabei auch herauskam, dass diejenigen, die mehr als 40mg Vitamin B6 täglich zu sich nahmen, 34% weniger Nierensteine entwickelten verglichen mit denjenigen, die weniger als 3mg Vitamin B6 zu sich nahmen.
    Die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung quo ad Vitamin B6 lautet: 1,5mg pro Tag!
    So wird sicher gestellt, dass es nicht zu wenige Nierensteine geben wird. Ist die Behandlung von Nierensteinen ein ganz gutes Geschäft?

    Vitamin C und E und die Wirkung von Sport

    Montag, Mai 18th, 2009

    Seit ca. 1 Woche kursiert eine Schlagzeile durch die online Presse:

    Vitaminpillen bremsen positive Wirkung von Sport
    z.B. http://de.news.yahoo.com/26/20090512/thl-vitaminpillen-bremsen-positive-wirku-7554d88.html

    Die Studie, die diese Schlagzeile erzeugte, wird seitens des Autors Prof. M. Ristow als Argument dafür benutzt, von der Einnahme von Vitamin C und Vitamin E nach Sport abzuraten. Ja, sie suggeriert sogar implizit überhaupt die Anwendung von Anti-Oxidantien zu unterlassen, wie eine weitere Schlagzeile nahelegt:
    „Nahrungsergänzungsmittel können Entstehung von Diabetes fördern“

    Bevor ich auf verwirrende Details dieser Studie mit 39 Probanden kurz eingehe, lohnt sich ein vergleichender Blick auf zwei andere Studien ganz anderen Kalibers:

    1605 Männer zwischen 42 und 60 Jahren wurden über einen Zeitraum von 5 Jahren (!) beobachtet.
    Keiner von ihnen hatte bei Studienbeginn Zeichen einer Herzkrankheit. Männer mit Defiziten der Vitamin C Spiegel entwickelten im Zeitraum 3,5-mal so häufig Herzinfarkte wie diejenigen mit optimalen Plasma-Askorbinsäure-Konzentrationen (Nyyssonen, Parviainen et al, „Vitamin C deficiency and risk of myocardial infarction: prospective population study of men from eastern Finland“ in British Journal of Medicine 1997 Mar 1;314(7081):634-8).
    Bei 19000 (!) Personen wurde die Plasma-Askorbinsäure (also Vitamin C Spiegel) in Relation zu den im Untersuchungszeitraum eingetretenen Todesfällen untersucht. Es zeigte sich, dass die Personen mit den niedrigsten Vitamin-C-Werten doppelt so häufig starben wie diejenigen mit den höchsten Werten (Khaw, Bingham, Welch et al, „Relation between plasma ascorbic acid and mortality in men and women in EPIC-Norfolk prospective study: a prospective population study. European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition“, Lancet 2001 Mar 3;357(9257):657-63)

    Es bleibt angesichts dieser und vieler anderer Studien nichts anderes übrig als die Folgerung „Askorbinsäure – Vitamin C – ist gut.“

    So, nun kommt also vor diesem Hintergrund und weiteren hunderten Studien, die die positive Wirkung der Anwendung von Antioxidantien zeigen, ein 41-jähriger deutscher Forscher aus Jena und suggeriert mit einigen Laborwerten von 39 (!) gesunden, jungen Männern, die über 4 Wochen (!) mal eben kurz aufgezeichnet wurden, dass die Einnahme von Vitamin C (Askorbinsäure) und E ‚möglicherweise‘ zu Diabetes führen könne. Das alles wohlgemerkt ohne einen einzigen Fall von Diabetes als „Folge“ der Einnahme von Vitamin C nachgewiesen zu haben. Die Studie ist bei genauerem Hinsehen so abstrus, dass man sich wirklich die Frage stellt, wer in Jena seit neuestem mal schnell zu Professorenstatus kommt und wer eigentlich dahinter steckt, wenn solch lächerliche Studienergebnisse tagelang Schlagzeilenstatus in online Portalen erhalten.

    Die Hauptkritikpunkte sind:
    1. Es wurden zu wenige und zu junge Probanden zu kurz beobachtet.
    2. Die klinische Relevanz der erhobenen Daten ist fraglich, die Schlußfolgerungen des jungen Professors erfüllen den Tatbestand der Voreiligkeit um es vornehm zu formulieren.

    Seine falsche Schlußfolgerung in die Tat umgesetzt, bedeutet nichts anderes als tausende überflüssige Herzinfarkte und vorzeitige Todesfälle zu provozieren.

    Lassen Sie sich von solchen Schmalspurforschern nicht in die Irre führen!
    Vitamin C ist gut für Sie – und das gilt immer.


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