Einleitung Vitamin C

Askorbinsäure oder Vitamin C wird unterschätzt.
Es ist kein gewöhnliches Vitamin, dessen Zufuhr in geringen Mengen in Nahrungsmitteln ausreicht. Eine Gen-Mutation des Primaten ‚Mensch‘ macht uns abhängig von Vitamin C – in einem Ausmaß, das zwar lange bekannt ist, jedoch ungern geglaubt wird.

Ich frage mich, warum das so ist.
Wichtiger als die Antwort auf diese Frage ist jedoch: Wieviel Vitamin C brauchen wir eigentlich wirklich?
Ist es wahr, dass große Mengen täglich aufgenommen viele Probleme sogenannter Zivilisationskrankheiten vermeiden helfen? Könnte Vitamin C, ganz billige Askorbinsäure also, erfolgreich in der Krebsbehandlung eingesetzt werden? Oder zur Wiederherstellung gesunder Gefäßwände?

Vorschnelle Antworten auf solche, für die Menschheit wirklich bedeutenden Fragen sollen vermieden werden.
Ich will versuchen, auf dieser Seite der „Sache mit dem Vitamin C“ nachzugehen, um Ihnen zu helfen, sich Ihr eigenes Urteil zu bilden.
Ich würde diese Seite nicht schreiben, wenn ich nicht den (vorläufigen) Eindruck hätte, daß Askorbinsäure, richtig angewendet, in vieler Hinsicht ein Durchbruch für die Menschheit sein wird.
Falls ich mich irre, sollte dies auch hier eingestanden werden.
Aber lassen Sie mich in medias res gehen:

Ich werde auf diesen Seiten zweigleisig vorgehen.
Zum einen sollen Fälle dargestellt werden, die von Therapeuten unter Vitamin C Gaben behandelt wurden.
Zum anderen sollen als theoretischer Hintergrund Publikationen zum Stoffwechsel von Vitamin C zusammenfassend beschrieben und interpretiert werden.

Falldarstellungen sind mir primär wichtig, weil sie ermöglichen, aus den Erfahrungen von Praktikern zu lernen. Die akademische Wissenschaft neigt dazu, Falldarstellungen zu unterschätzen. Sie nimmt sie allenfalls als Anregung zu sogenannten systematischen Studien, die eine größere Anzahl gleich behandelter Einzelfälle statistisch zusammenfassen, um zu einer verallgemeinernden Aussage zu gelangen.

Das wäre gut und schön, wenn es auch tatsächlich konsequent gemacht würde.
Leider weigert sich jedoch die universitäre Medizin beharrlich, mutige Forschung systematisch zu betreiben. Studien zu Vitamin-Wirkungen liegen daher nur vor für die Verwendung ungenügend dosierter Vitamine – v.a. wenn es um Vitamin C geht.
Außerdem hat die Methodik eine absurde Implikation: Alle werden gleich behandelt.
Eine Gleichbehandlung aller Fälle mit gleicher Diagnose ist jedoch nicht adäquat, wie uns die Erfahrungen der Praktiker zeigen werden.
Wir gelangen also mit „wissenschaftlicher“ Methodik oft zu irrelevanten Aussagen, weil ein hoher Anteil der Versuchsteilnehmer inadäquat behandelt wird und damit einen Behandlungserfolg verpaßt, der ihm bei angemessener Behandlung u.U. zuteil geworden wäre (und positiv in die Statistik eingegangen wäre).
Statistik und Doppelblindversuch werden zum Fetisch der Wissenschaftlichkeit. Im Endergebnis steht geistige Verwirrung aller – Ärzte und Patienten. Niemand kann wirklich relevante Schlüsse aus solchen Ergebnissen ziehen. Was sollte man z.B. mit einer Aussage „in 50% der Fälle helfen 2g Vitamin C pro Tag, um eine Virusgrippe innerhalb einer Woche vollständig zu überwinden“ anfangen?
Wenn 2g Vitamin C pro Tag in 50% der Fälle nichts bewirken – heißt das, daß 4g Vitamin C pro Tag vielleicht von dieser Hälfte wiederum der Hälfte geholfen hätten oder heißt es, daß Vitamin C eben „nicht immer“ hilft?
Je nach Weltanschauung, d.h. bereits vor der Studie gebildeter Meinung, kommt der Leser zu diesem oder jenem Schluß – Schlüsse, die sich widersprechen und nicht beide gleichzeitig richtig sein können. Kurz: So kommen wir nicht weiter.

Wir müssen um unserer Zukunft willen genauer denken und sorgfältigere Schlüsse ziehen sonst drehen wir uns bis in alle Ewigkeit im Kreis.


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